PfalzMetall-Präsident Johannes Heger: Faires und vernünftiges Angebot

In Darmstadt fand heute die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland statt. Die Arbeitgeber haben der IG Metall ein Angebot für eine Entgelterhöhung von 2 Prozent ab dem 1. April 2018 und eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Januar bis März 2018 unterbreitet.

„Mit diesem Angebot schon in der zweiten Runde und noch in der Friedenspflicht zeigen wir, dass wir an einer raschen und einvernehmlichen Lösung interessiert sind“, sagt Johannes Heger. Der Verhandlungsführer für die Pfalz und Präsident von PfalzMetall bezeichnet das Angebot als „fair und vernünftig“. „Zwei Prozent beteiligen einerseits unsere Mitarbeiter am wirtschaftlichen Erfolg. Andererseits verhindern wir einen weiteren Anstieg der Lohnstückkosten“, so Heger. Der Verhandlungsführer erinnert daran, dass die Arbeitskosten in der Metall- und Elektroindustrie bedrohlich schnell steigen: seit 2012 alleine um fast 20 Prozent. Im Vergleich der wichtigsten Wettbewerber auf dem Weltmarkt liegt die Branche mit Arbeitskosten von 43,10 Euro mit an der Spitze.

Die Gespräche über die Modernisierung der Arbeitszeit gestalteten sich weiter schwierig. „Wichtig ist für uns, dass wir bedarfsgerecht und kostenneutral das Arbeitszeitvolumen ausweiten können. Was nicht geht: einseitige Ansprüche und Teilentgeltausgleiche bei Reduktion der Arbeitszeit“, sagt Heger. Das sei ungerecht, diskriminierend und rechtswidrig. Als Chance für Unternehmen und Beschäftigte betrachtet der Verhandlungsführer die Aufhebung der bisherigen Quote, die festschreibt, wie viele Prozent der Mitarbeiter mehr als 35 Stunden arbeiten dürfen. „Voraussetzung dabei soll bleiben, dass betrieblicher Bedarf und die Bereitschaft des Arbeitnehmers vorhanden ist“, sagt Heger. Der Gewinn wäre auf beiden Seiten: Die Unternehmen könnten so das Arbeitszeitvolumen steigern, die Beschäftigten ihre Einkommen.