Brossardt: Tarifforderungen der IG Metall realitätsfern

Die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft warnt angesichts der positiven Arbeitsmarktentwicklung davor, die erzielten Erfolge allzu leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

„Unsere Unternehmen bewegen sich in einem weltpolitisch sowie wirtschaftlich volatilen Umfeld. Die neue Bundesregierung muss daher wieder mehr Wirtschaft wagen. Wir brauchen mehr Flexibilisierung im Arbeitsrecht, stabile Lohnzusatzkosten, einen Verzicht auf Steuererhöhungen sowie Entlastungen für den Mittelstand und die Mitte der Gesellschaft“, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Einen bedeutenden Teil zur künftigen Entwicklung am Arbeitsmarkt tragen nach seinen Worten auch die Tarifparteien bei. Er kritisierte dabei die aktuellen Tarifforderungen der IG Metall scharf: „6,0 Prozent mehr Lohn sowie ein individueller Anspruch auf Reduzierung der Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden in der Woche mit Rückkehrrecht in Vollzeit bei teilweisem Teillohnausgleich sind in der Höhe unvernünftig und in den Strukturen realitätsfern. Arbeit muss dann erledigt werden, wenn sie anfällt. Wenn das nicht möglich ist, wandert Arbeit dorthin, wo Arbeitskräfte verfügbar sind.“