Bröcker: Abschluss zeigt alle Merkmale eines Kompromisses

M+E MITTE und die IG Metall Mitte haben sich heute auf die Übernahme des Stuttgarter Pilotabschlusses vom vergangenen Montag für die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und das Saarland geeinigt. Thorsten Bröcker, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes vem.die arbeitgeber e.V., bezeichnete das jetzt in Mainz vereinbarte Ergebnis als „fairen Kompromiss mit Zugeständnissen beider Seiten“.

Bröcker: „Der Abschluss zeigt alle Merkmale eines Kompromisses. Der Abschluss ist fair ausgefallen – mit schmerzlichen Zugeständnissen beider Seiten. Er ist zwar komplex, passt aber in die Zeit. Er gibt Betrieben wie Beschäftigten mehr Flexibilität. Er erlaubt Betrieben, die Wochenarbeitszeit bei Bedarf bei deutlich mehr Beschäftigten als bisher auf 40 Stunden hochzufahren. Auf der anderen Seite können Beschäftigte ihre Arbeitszeit absenken, um Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Außerdem schafft der Tarifvertrag einen verlässlichen Rahmen für mobiles Arbeiten und berücksichtigt betriebliche Belange bei Teilzeitbegehren der Beschäftigten.“

Die vereinbarten Entgelterhöhungen sind für Bröcker wegen der langen Laufzeit des Tarifvertrages von 27 Monaten verkraftbar, wenn auch schmerzlich. Dass für Betriebe, bei denen dies nicht zutrifft, eine dauerhafte Differenzierungsklausel vereinbart wurde, ist für Bröcker zukunftsweisend.

Der Beirat des vem.die arbeitgeber e.V. wird am 15. Februar über die Annahme des Tarifabschlusses entscheiden.