Unser Standpunkt

Unser Standpunkt

In den vergangenen Jahren hat die M+E-Industrie der Unsicherheit trotzen können. Vom Erfolg der Unternehmen haben die Beschäftigten am meisten profitiert: Die Einkommen sind kräftig gestiegen, und es sind Hunderttausende neuer Arbeitsplätze entstanden.

Die Industrie ist an einem Wendepunkt angekommen, das spürt jeder. Die Digitalisierung betrifft jedes Unternehmen, und diese müssen neue Geschäftsmodelle, neue Arbeitsorganisationen und neue Wertschöpfungsketten entwickeln. Dafür werden die Unternehmen viel investieren müssen – in neue Maschinen, neue Abläufe, neue Wertschöpfungsstrukturen und in die Qualifizierung der Mitarbeiter.

Dieses Geld muss erst einmal verdient werden. Und es soll in die deutschen Standorte investiert werden. Bislang fließen Investitionen in neue Kapazitäten fast ausschließlich in die ausländischen Standorte – hauptsächlich aus Kostengründen. Dieses Muster zu durchbrechen, muss unser gemeinsames Anliegen in der Tarifrunde sein.

Die demografische Entwicklung schließlich führt dazu, dass uns Fachkräfte fehlen. Wir haben hochqualifizierte, hochmotivierte und hochengagierte Mitarbeiter, die stolz auf ihre Arbeit sind und für die schon jetzt die kürzeste Arbeitszeit Europas gilt. Und die IG Metall will, dass unsere Mitarbeiter noch weniger arbeiten. Diese Rechnung kann nicht aufgehen. Kann die Arbeit hierzulande nicht erledigt werden, wird sie halt woanders gemacht.

Wir müssen uns entscheiden: Machen wir weiter wie bisher, oder gestalten wir die Bedingungen miteinander so, dass es auch morgen noch eine starke M+E-Industrie in Deutschland gibt.

Unser Anspruch muss sein: Zukunft statt zu teuer!