Arbeitgeber machen erstes Angebot zu Metall-Tarifen

Bei den Tarifverhandlungen für die deutsche Metall- und Elektroindustrie haben die Arbeitgeber ein erstes Angebot abgegeben. Die rund 3,9 Millionen Beschäftigten sollen danach eine Einmalzahlung von 200 Euro und ab April eine Tariferhöhung um 2,0 Prozent erhalten, teilten die Verbände aus Bayern, Niedersachsen sowie Hessen, Saarland und Rheinland-Pfalz am Mittwoch mit. Als Laufzeit werden 15 Monate vorgeschlagen.

Den Forderungen der IG Metall nach zeitweiser Absenkung der Wochenarbeitszeit auf 28 Stunden und einem gleichzeitigem Lohnausgleich für einige Beschäftigtengruppen erteilte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger eine erneute Absage. „Wir sprechen über jede Form der Flexibilisierung, aber mehr Geld für Nichtstun machen wir nicht mit.” Die von der Gewerkschaft vorgeschlagenen Regelungen brächten Ungerechtigkeiten gegenüber Menschen, die bereits jetzt ihre Arbeitszeit verkürzt haben. „Ein Lohnzuschlag für Arbeitszeitverkürzung hingegen wäre ungerecht, diskriminierend und rechtswidrig, es ist klar, dass wir uns darauf keinesfalls einlassen werden.”

Die Vorschläge der IG Metall verschärften den Fachkräftemangel, erklärte Dulger. „Sie gehen auch an den Bedürfnissen der Beschäftigten vorbei. Umfragen zufolge sind 70 Prozent zufrieden mit ihrer Arbeitszeit und 25 Prozent wollen sogar mehr arbeiten.” Das Angebot wurde zum Auftakt der zweiten Verhandlungsrunde in den Ländern Bayern, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland vorgelegt. Die IG Metall hat neben den Arbeitszeitverkürzungen 6 Prozent mehr Geld verlangt.

(Quelle: Agenturmeldung dpa)